09.08.2006 Überdurchschnittliche Steigerung der Lohnkosten


Der durchschnittliche Lohnkostenzuwachs in der EU liegt bei 2,8 Prozent. Österreich mit 3,4 Prozent, Griechenland mit 5,9 Prozent und die mittel- und osteuropäische EU-Staaten Lettland und Estland mit 15 und 11,7 Prozent liegen damit deutlich über dem Durchschnitt. Deutschland nimmt dabei eine lohnpolitische Sonderrolle als „zunehmend ökologische Belastung für ganz Europa" ein, da dort der Lohnkostenzuwachs lediglich bei 0,8 Prozent liegt. Damit besteht die Gefahr eines europaweiten Absenkungswettlauf um die niedrigsten Lohnkosten.

Die Unterschiede im Bereich Einkommen und Kaufkraft der alten und neuen Mitgliedsstaaten bleiben ebenfalls enorm. So war die Kaufkraft in vielen EU-Ländern wie zum Beispiel Polen, im Baltikum und in Ungarn weniger als halb so groß wie in Österreich.